Was an unseren Schulen passiert

Coronakrise: Chinesische Internatsschüler leben in Königsfeld wie auf einer Inselmore_vertical
Coronakrise: Chinesische Internatsschüler leben in Königsfeld wie auf einer Inselclose

03.04.20 - In ganz Deutschland sind die Schulen geschlossen – und damit auch viele Internate. Aber nicht alle Schülerinnen und Schüler können nach Hause. In Königsfeld im Schwarzwald wurden die meisten Bewohner des Internats der Zinzendorfschulen zu ihren Familien geschickt – bis auf die Jugendlichen aus China.

„Die Stimmung hier ist gut“, freut sich der Internatsleiter Joachim Jünemann. Gemeinsam mit einigen Mitarbeitenden versorgt und betreut er 17 chinesische Schülerinnen und Schüler, die im derzeit geschlossenen Internat leben. Sie können nicht nach Hause fliegen, da sie sich anderenfalls bei der Rückkehr 14 Tage lang auf eigene Kosten und selbstorganisiert in Quarantäne begeben müssten – sofern eine Einreise überhaupt möglich ist. Also blieben sie in Königsfeld und bearbeiten - wie ihre Mitschüler auch - die Aufgaben, die ihnen ihre Lehrer online stellen.

Nach der Lernzeit und dem Mittagessen haben sie frei. Nach draußen gehen sie aber aus Angst vor Ansteckung kaum noch. „Es herrscht eine Art gegenseitiges Misstrauen hier im Ort“, bedauert der Internatsleiter. „Viele Königsfelder wechseln die Straßenseite, wenn sie die chinesischen Schüler sehen, dabei waren sie schon ein Vierteljahr nicht mehr zu Hause und hatten keinen persönlichen Kontakt zu Verwandten aus China.“ Ohnehin ist ihre Heimat mindestens 500 Kilometer von Wuhan entfernt und oft noch weiter, denn die meisten stammen von der Küste. Ihre Eltern machen sich Sorgen, denn im Moment ist das Infektionsrisiko in Europa deutlich größer als in Asien. „Im Internat leben sie wie auf einer Insel und befürchten eher, dass von den Erziehern eine Krankheit ins Internat kommen könnte.“ Dass einige trotzdem Masken tragen, hat kulturelle Gründe. „In China hat es Tradition, dass die Menschen versuchen, sich mit Masken zu schützen, das ist kein Zeichen von Erkrankung.“

 Die chinesischen Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Freizeit gemeinsam. „Sie leben im Grunde in einer WG, in einem gemeinsamen Haushalt“, sagt Joachim Jünemann. Außerdem machen sie sich nützlich und stellen zum Beispiel einem längst pensionierten Erzieher, der sonst täglich in der Mensa isst, sein Mittagessen vor die Tür. „Das machen sie richtig gerne“, konnte der Internatsleiter feststellen.

Einblicke in die tansanische Gesellschaft an den Zinzendorfschulenmore_vertical
Einblicke in die tansanische Gesellschaft an den Zinzendorfschulenclose

Königsfeld. Eine interessante Begegnung haben die Zinzendorfschulen den angehenden Jugend- und Heimerziehern am 11.11.19 ermöglicht: Der Pfarrer und Vizepräsident der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, Willey Mwasile, war in Königsfeld und erzählte den jungen Menschen von seiner Arbeit in Tansania.

Der Pastor und Lehrer engagiert sich in seiner Heimat  vor allem für die Menschenrechte von Kindern und Frauen. Ein großes Problem in dem Selbstversorgerstaat sei, dass nach dem Tod eines Mannes das Land an dessen Familie fällt. Dadurch gerieten seine Frau und seine Kinder in große Not, so Mwasile. Durch seine politische Arbeit versucht er daher, die Gesellschaft zu ändern, denn „Ohne Menschenrechte gibt es keine Entwicklung“.

Seine Arbeit trägt insofern Früchte, als dass er rund 200 Pastoren aus anderen Gemeinden betreut und diese somit als Multiplikatoren dienen. Sein größtes Erfolgserlebnis in jüngster Zeit war, dass ein Mann, der seiner Frau  verboten hatte, arbeiten zu gehen, nach stetem Zureden doch seine Meinung änderte. „Nun kann sich die Familie drei Mahlzeiten am Tag leisten.“

Neue Schulleiterin am Firstwald Gymnasium Kusterdingenmore_vertical
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Am 19. September 2019 wurde Birgit Wahr feierlich in ihr neues Amt als Schulleiterin des Evangelischen Firstwald Gymnasiums Kusterdingen eingesetzt.

Sie ist die erste Amtsinhaberin überhaupt, da die Schule bisher Außenstelle der gleichnamigen Schule in Mössingen war, nun aber eigenständig ist. Das soll demnächst auch mit einem eigenen Leitbild zum Ausdruck gebracht werden, an dem alle am Schulleben Beteiligten engagiert mitarbeiten. Wir wünschen Frau Wahr, dass sie zusammen mit der Schulgemeinschaft viel Freude an der Ausgestaltung des sich entwickelnden evangelischen Schulprofils hat.

 
FES Reutlingen: 1. Platz beim Schülerwettbewerb der bpbmore_vertical
FES Reutlingen: 1. Platz beim Schülerwettbewerb der bpbclose

29.01.2020 - Eine Schülergruppe der Klassen 8a und 8c gewinnen mit 2.000 Euro einen Hauptpreis des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Schülerinnen und Schüler entwarfen Eine Infobroschüre zum Thema „Politik brandaktuell“ und nahmen hierbei Bezug auf den Anschlag in Halle. Die Gruppe betrachtete historische und aktuelle Hintergründe zu Judenfeindlichkeit und Antisemitismus. Interviews mit dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg und einem Mitglied der jüdischen Gemeinde Stuttgart wurden geführt und auch die Darstellung eines Schüleraustauschs mit einer Klasse aus Israel, die sich trotz großer Bedenken auf den Weg nach Deutschland gemacht hatte, begeisterte die Jury.

Sie können es kaum fassen, als der Leiter des Schülerwettbewerbs, Hans-Georg Lambertz, plötzlich bei ihnen in der Klasse steht und sie mit ihrem Gewinn überrascht.

 

Weitere Infos und Bilder finden Sie auf der Homepage der bpb.

Eröffnung FES Strohgäu am 17. Oktobermore_vertical
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Mit dem sensationell kurzen Vorlauf von anderthalb Jahren konnte zu diesem Schuljahr die FES Strohgäu als Außenstelle der Freien Evangelischen Schule Stuttgart mit einer ersten Klasse gegründet werden. Nicht nur die Schule ist neu, sondern auch die Barmherzigkeit Gottes, die sogar jeden Morgen neu ist (Klgl 3,22f), so das Fazit im Grußwort aus dem Evangelischen Schulwerk, verbunden mit dem Wunsch, dass diese Barmherzigkeit das Leben in der neuen Schule prägen wird.

FES Lörrach feiert 30 jähriges Jubiläummore_vertical
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Was 1989 mit einer Klasse begann ist zu dem großen Schulverbund „Freie Evangelische Schule Lörrach“ mit den unterschiedlichsten Schularten an mehreren Standorten geworden!


Beim Jubiläum  am 13. September 2019 erzählten Menschen der ersten Stunde von den Herausforderungen, die es zu meistern galt. Einige „Kinder“ dieser ersten Klasse sind der Schule noch heute sehr verbunden und z.B. als Lehrerin zurückgekehrt. Wir wünschen der FES, dass die Schule auch weiterhin einen nachhaltigen und segensreichen Einfluss auf das Leben vieler junger Menschen hat.

 

 

 

 
Wenn aus Zitronensaft Limonade wird.more_vertical
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12.Mai 2020 – Bodenwaldschule, SBBZ in Winnenden

Die Bodenwaldschule ist eine Schule für Erziehungshilfe, die ebenfalls im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus vorübergehend geschlossen wurde.

Die Schüler der Bodenwaldschule sind Kinder, welche oft schon sehr schwere Zeiten durchlebt haben, dich sich in vielfältige Probleme und Diagnosen bemerkbar machen. In der Schule für Erziehungshilfe bildet neben schulischen Inhalten auch das Verhalten der Kinder ein zentrales Lernfeld. Durch Beziehungsarbeit und klare Regeln sollen die Kinder langsam wieder zurück in einen normalen (Schul-)Alltag finden.

In Zeiten von Lockdown und Schulschließung liegt die Befürchtung nahe, dass diese Kinder nun völlig aus der Bahn geworfen werden. Aber es kam ganz anders…

Schulleiter Gottfried Götz berichtet von einem Jungen, der es gerade jeden Tag allein meistert, seinen Weg mit der Bahn bis zur Schule in die Notbetreuung zu finden. Viele hätten ihm das nicht zugetraut. Er berichtet von Schülern, die gelernt haben, dass nicht nur sie Dinge tun müssen, die ihnen nicht passen. Sie beobachten gerade Erwachsenen, die sich ebenfalls an strenge Regeln halten müssen, eingeschränkt sind und sich Ohnmächtig fühlen. Das Fehlen der Schule macht außerdem darauf aufmerksam, was sie an ihrer Schule haben. In diesen und vielen weiteren Beispielen spricht Götz vom Lernen fürs Leben. Das ist etwas, das er und seine Kollegen so niemals hätten ermöglichen können, eine Chance, die so groß ist wie nie.

Lesen Sie hier den gesamten Zeitungsartikel.

Erzieherausbildung in Herbrechtingen: Auszeichnung als Fairtrade-Fachschulemore_vertical
Erzieherausbildung in Herbrechtingen: Auszeichnung als Fairtrade-Fachschuleclose

Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) überreichte der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen das Siegel als Fairtrade-Schule und gratulierte der ganzen Schulgemeinschaft zur erfolgreichen Kampagne.

Am 29.01.2020 traf sich die gesamte Schulgemeinschaft um die Auszeichnung als Fairtrade-Schule zu feiern. Maria Gießmann überbrachte offiziell das Siegel und holte dazu das gesamte Fairtrade-Team auf die Bühne. Sie überreichte die Urkunde, ein Gebäudeschild und ein großes Banner mit dem Logo der Kampagne. Schulleiterin Beate Sorg-Pleitner freute sich sehr darüber, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist. “Wir sind die erste evangelische Fairtrade-Fachschule für Sozialpädagogik, und zwar bundesweit!“, verkündete die Direktorin.

Unter Federführung von Dozentin Simone Schmidbaur und dem intensiven Engagement der Studie-rendenvertretung SMV wurde im vergangenen Schuljahr ein Schulteam gegründet und ein Fair-Trade-Kompass für die Herbrechtinger Fachschule entwickelt.

 Das Fairtrade-Thema soll weiterhin im Unterricht verankert bleiben, erläuterte die Direktorin, und soll sowohl im Bereich Religionspädagogik als auch in Deutsch und Englisch immer wieder aufgegriffen werden. In der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern spielen Kinderrechte, ein nachhaltiger Kita-Alltag und der faire Umgang miteinander eine wichtige Rolle. „Es geht um ein gerechtes Miteinander zwischen uns Menschen weltweit, und darum, dass wir die Erde schützen und bewahren, auf der wir alle gemeinsam leben“, unterstrich die Schulleiterin in Ihrer Begrüßungsrede.

Neue Direktorin in Schwäbisch Hallmore_vertical
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Am 27. September 2019 wurde Dr. Cornelia Beckerin in ihr neues Amt eigeführt.

Sie ist nun Direktorin der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Schwäbisch Hall. Im Rahmen eines von der Fachschule und vielen Partnern feierlich gestalteten Gottesdienstes wurde sie in ihr Amt eingeführt. Sie tritt die Nachfolge von dem langjährigen Schulleiter Martin Berger an. Wir wünschen Frau Dr. Becker, dass sie durch ihre vielfältigen Erfahrungen in der großen Welt der Sozialpädagogik für die Schule und die jungen Menschen zahlreiche segensreiche Impulse setzen kann.

Besuch aus Burkina Faso in der Torwiesenschulemore_vertical
Besuch aus Burkina Faso in der Torwiesenschuleclose

Herr Silas Ky ist Pastor und wird künftig für kirchlichen Schulen in Burkina Faso verantwortlich sein. Das bedeutet vor allem Beratung und Koordination. Zur Zeit macht er ein Praktikum in Deutschland, um das evangelische Schulwesen bei uns kennen zulernen. Gerne begleiten wir vom Schulwerk ihn bei Schulbesuchen und zeigen ihm, wie vielfältig unsere Schulen sind.